
Chelat-Therapie
Bei nachgewiesener Metallbelastung binden Chelatbildner als Infusion Metalle – ärztlich geplant, begleitet und kontrolliert.
Umweltmedizin · Entgiftungstherapie
Erst abklären. Dann gezielt entlasten.
Sie vermuten, dass Schadstoffe oder Metalle Ihre Gesundheit belasten? Wir klären das zuerst sorgfältig ab. Erst dann besprechen wir eine Entgiftungstherapie: ein individuelles Konzept aus Quellen meiden, Unterstützung der körpereigenen Ausscheidung und, bei nachgewiesener Metallbelastung, gezielter Ausleitung. Prof. Schulte-Uebbing befasst sich seit über 30 Jahren mit Umweltmedizin.

Wann Sie zu uns kommen
Sie hatten beruflich oder im Alltag Kontakt mit Metallen, etwa durch alte Wasserleitungen oder bestimmte Tätigkeiten, und möchten das abklären lassen.
Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme halten an, und Sie fragen sich, ob Umweltfaktoren mitspielen.
Parfüm, Reinigungsmittel oder neue Möbel lösen bei Ihnen Beschwerden aus, und Sie suchen nach Zusammenhängen.
Ein Wert zeigt erhöhte Metalle oder Schadstoffe, und Sie möchten wissen, was er bedeutet und was jetzt sinnvoll ist.
Unser Ansatz
„Entgiftung“ ist für uns kein einzelnes Verfahren, sondern ein Konzept. Am Anfang stehen eine ausführliche Anamnese und gezielte Laboruntersuchungen. Sie zeigen, ob überhaupt eine Belastung vorliegt und woher sie stammen könnte. Der erste und entscheidende Schritt ist meist, Belastungsquellen zu erkennen und zu verringern. Die naturheilkundliche Entgiftungstherapie beruht zudem auf einer Vorstellung: Der Körper kann beim Abbau und bei der Ausscheidung von Schadstoffen unterstützt werden – über Leber, Nieren und Darm. Bei nachgewiesener Metallbelastung kann eine Chelat-Therapie hinzukommen. Ziel ist, toxische Belastungen zu verringern und Immun-, Hormon- und Stoffwechselsystem zu entlasten.
Naturheilkundliche Entgiftungstherapien verstehen wir als Ergänzung zu einer leitliniengerechten Diagnostik und Therapie, nicht als Ersatz; ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht allgemein belegt, und was in Ihrer Situation sinnvoll ist, besprechen wir offen.
Sorgfältig und persönlich
Wir fragen nach Beschwerden, Vorgeschichte, Wohnung, Beruf, Ernährung, Zahnmaterialien und Pflegeprodukten, um mögliche Belastungsquellen zu erkennen.
Je nach Fragestellung bestimmen wir Metalle, Mikronährstoffe oder andere Werte, auch über ein Privatlabor. Wir erklären, was ein Befund aussagt und was nicht.
Gemeinsam überlegen wir, welche Belastungen sich im Alltag vermeiden lassen. Das ist oft der erste und entscheidende Schritt.
Ergänzend kann eine Begleitung mit Mikronährstoffen, Aminosäuren oder Infusionen infrage kommen. Sie beruht auf der Vorstellung, körpereigene Entgiftungswege zu unterstützen.
Bei nachgewiesener Metallbelastung kann eine Schwermetallausleitung mit Chelatbildnern sinnvoll sein – Wirkstoffe, die Metalle binden. Mehr dazu auf der Seite Chelat-Therapie.
In Abständen prüfen wir, wie es Ihnen geht und wie sich Ihre Werte entwickeln, und passen das Konzept an.
Aus der Forschung
In mehr als vier Jahrzehnten sind über 400 wissenschaftliche Publikationen entstanden – zu Gynäkologie, Onkologie, Umweltmedizin, Hormonen, Immunologie und Naturheilkunde. Dieses Wissen fließt in die Sprechstunde Ihres Frauenarztes in München ein.
Stellenwert toxischer Metalle in der Umweltmedizin, Workshop für Ärzt(Inn)e(n), Med Woche Baden Baden, 1.11.2019
Endokrine Disruptoren im Trinkwasser. Fördern Kunststoff- Partikel, Weichmacher, Pestizide und Schwermetalle im Trinkwasser hormonabhängige Tumoren ?, Z. Prävention und Rehabilitation, 2017, 29/1 (1. Quartal 2017), S. 1-13
Einfluss toxischer Metalle auf die Krebsentstehung, Deutsche Zeitschrift für Onkologie, 2016; 48(01): 14-24
Toxikologische Aspekte in der Angewandten Onkologie unter besonderer Berücksichtigung der Schwermetalle, DZO (Deutsche Zeitschrift f. Onkologie) 8-2016
Passt das zu mir?
Bei Verdacht auf eine akute Vergiftung wählen Sie sofort den Notruf 112 oder wenden sich an den Giftnotruf. In Schwangerschaft und Stillzeit kommen Ausleitungsverfahren in der Regel nicht infrage. Bei Nierenerkrankungen oder schweren Vorerkrankungen wägen wir besonders sorgfältig ab oder empfehlen einen anderen Weg.
In vier Schritten
Telefonisch unter 089 299655 oder online über Doctolib. Bringen Sie vorhandene Befunde und Laborwerte mit.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte und mögliche Belastungsquellen und veranlassen gezielte Laboruntersuchungen.
Wir besprechen die Befunde verständlich und entwickeln mit Ihnen ein individuelles Konzept, einschließlich der Kosten.
Sie setzen erste Schritte im Alltag um, ergänzende Behandlungen erfolgen in der Praxis. Kontrollen zeigen, ob wir das Konzept anpassen.
Transparent von Anfang an
Gesetzlich und privat Versicherte sind bei uns willkommen. Umweltmedizinische Laboruntersuchungen und Entgiftungstherapien sind jedoch meist Selbstzahlerleistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Ob Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfe Kosten übernimmt, hängt von Ihrem Tarif ab. Wir informieren Sie vor der Behandlung, welche Kosten entstehen, und stimmen jeden Schritt mit Ihnen ab.
Das sagen unsere Patientinnen
„Nach meinem Umzug nach München war ich auf der Suche nach einem neuen Frauenarzt und bin auf diese Praxis gestoßen. Vom ersten Termin an habe ich mich rundum gut aufgehoben gefühlt. Das gesamte Praxisteam ist außergewöhnlich freundlich. Die Arzthelferinnen …“
„Eine sehr angenehme Praxis mit freundlichen Mitarbeiterinnen und einem kompetenten Arzt. Die Terminvergabe verlief unkompliziert, die Wartezeit war kurz und ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Vielen Dank für die tolle Betreuung!“
„Kompetenter Arzt!“
Fachwissen, verständlich erklärt
Die Hintergründe ausführlich – zum Aufklappen.
Der Körper hat eigene Wege, Stoffe abzubauen und auszuscheiden – vor allem über Leber, Nieren, Darm, Haut und Lunge. In der Schulmedizin meint „Entgiftung“ meist die Behandlung akuter Vergiftungen. In der Naturheilkunde ist der Begriff weiter gefasst: Gemeint sind Maßnahmen, die die körpereigene Entgiftung unterstützen sollen. Wir sprechen auch von der Entgiftungs-Kapazität. Damit ist gemeint, wie gut der Körper mit Belastungen umgehen kann. Sie ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt unter anderem von Erbanlagen, Ernährung, Alter und Vorerkrankungen ab. Für viele frei verkäufliche „Detox“-Produkte und -Kuren gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Deshalb setzen wir auf Abklärung statt auf Pauschalkuren.
Schwermetalle wie Blei, Quecksilber oder Cadmium können sich im Körper anreichern. Quellen sind zum Beispiel alte Bleirohre, bestimmte Raubfische, Tabakrauch oder der Umgang mit Metallen im Beruf. Eine Schwermetallausleitung ist nur sinnvoll, wenn eine relevante Belastung nachgewiesen ist. Dafür werden Chelatbildner eingesetzt – Wirkstoffe, die Metalle binden, sodass sie über die Nieren ausgeschieden werden können. Das Verfahren gehört in ärztliche Hände, weil es auch Spurenelemente bindet, die der Körper braucht, und Kontrollen erfordert. Prof. Schulte-Uebbing befasst sich seit vielen Jahren mit Metalltoxikologie, etwa im Workshop „Metallausleitung in der Onkologischen Praxis“ (Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie, 2011).
Manche Schadstoffe greifen in das Hormonsystem ein. Man nennt sie endokrine Disruptoren. Dazu zählen bestimmte Weichmacher, Duftstoffzusätze, Pestizide und Metalle. Für Frauen ist das Thema besonders wichtig, weil viele gynäkologische Erkrankungen hormonabhängig sind. Prof. Schulte-Uebbing hat sich in Vorträgen und Artikeln damit beschäftigt, etwa in „Endokrine Disruptoren, Detoxikations-Konzepte“ (Workshop für Ärzte, München, 2011) und „Endokrine Effekte von Schwermetallen“ (Schwermetall Workshop, Deutsche Ärztegesellschaft für Klinische Metall Toxikologie, 2010). Viele Zusammenhänge sind noch nicht abschließend geklärt. Für den Alltag heißt das: Belastungen bewusst verringern, ohne sich verunsichern zu lassen.
Für den Abbau von Schadstoffen braucht der Körper Bausteine wie Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente. Ob ein Mangel vorliegt, lässt sich im Labor feststellen. Prof. Schulte-Uebbing hat dazu veröffentlicht: „Schadstoffe als Ursache oder Auslöser endokriner Störungen und chronischer Erkrankungen. Aminosäuren in der Prävention oder Therapie dieser durch Schadstoffe (mit) ausgelösten Erkrankungen“ (Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin, 2018). Ob eine Ergänzung als Kapsel oder Infusion für Sie sinnvoll ist, entscheiden wir anhand Ihrer Werte. Mehr ist dabei nicht automatisch besser: Auch Mikronährstoffe können überdosiert werden.
Viele Belastungen lassen sich im Alltag verringern. Lüften Sie regelmäßig, wählen Sie parfümfreie Pflege- und Reinigungsprodukte und erhitzen Sie Lebensmittel nicht in Kunststoff. Verzichten Sie aufs Rauchen und essen Sie abwechslungsreich. Ausreichend trinken, Bewegung und Schlaf unterstützen die normalen Funktionen von Leber, Nieren und Darm. In Altbauten mit alten Wasserleitungen kann eine Untersuchung des Trinkwassers sinnvoll sein. Mit dem Trinkwasser hat sich Prof. Schulte-Uebbing ebenfalls befasst, etwa im Beitrag „Macht unser Trinkwasser krank?“ (Ihre Gesundheit, 2017). Diese Schritte sind einfach und bilden die Grundlage jeder Entgiftungstherapie.
Gute Fragen. Klare Antworten.
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an – wir nehmen uns Zeit.
Nicht jede Patientin braucht eine Entgiftungstherapie. Leber, Nieren und Darm leisten täglich viel. Ob bei Ihnen eine Belastung vorliegt, die eine Behandlung sinnvoll macht, klären wir zuerst durch Gespräch und Laboruntersuchungen. Erst dann entscheiden wir gemeinsam, ob und wie es weitergeht.
Grundlage sind eine ausführliche Anamnese und gezielte Laboruntersuchungen, etwa von Blut oder Urin. Welche Werte sinnvoll sind, hängt von Ihrer Vorgeschichte ab. Nicht jeder Test ist gleich aussagekräftig. Wir erklären Ihnen offen, was ein Befund bedeutet und wo seine Grenzen liegen.
Die Entgiftungstherapie ist das Gesamtkonzept: Quellen verringern, körpereigene Ausscheidung unterstützen, Mängel ausgleichen. Die Chelat-Therapie ist ein einzelner, gezielter Baustein bei nachgewiesener Metallbelastung. Dabei binden Chelatbildner Metalle, damit der Körper sie über die Nieren ausscheiden kann.
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von Art und Ausmaß der Belastung, Ihren Beschwerden und Ihren Befunden ab. Manchmal reichen Veränderungen im Alltag, manchmal ist eine längere Begleitung sinnvoll. Wir planen Schritt für Schritt und prüfen den Verlauf regelmäßig.
Das hängt vom Baustein ab. Veränderungen im Alltag sind meist unproblematisch. Infusionen und Chelatbildner können Nebenwirkungen haben, zum Beispiel Kreislaufreaktionen oder einen Verlust wichtiger Spurenelemente. Deshalb klären wir Vorerkrankungen vorher ab und kontrollieren den Verlauf.
Ausleitungsverfahren kommen in Schwangerschaft und Stillzeit in der Regel nicht infrage, weil dabei Metalle aus dem Gewebe gelöst werden können. Sinnvoll sind dann vor allem Beratung und das Vermeiden von Belastungsquellen. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sprechen Sie uns gern frühzeitig an.
Für die meisten frei verkäuflichen Detox-Produkte gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis einer Entgiftungswirkung. Manche sind harmlos, andere teuer oder belastend. Wenn Sie eine Belastung vermuten, ist eine ärztliche Abklärung der verlässlichere Weg.
Umweltmedizinische Laboruntersuchungen und Entgiftungstherapien sind meist Selbstzahlerleistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Ob Ihre private Versicherung oder Beihilfe Kosten übernimmt, hängt vom Tarif ab. Wir informieren Sie vor der Behandlung, welche Kosten entstehen.
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