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Allergien & Unverträglichkeiten
Wir klären Allergien und Unverträglichkeiten gründlich ab, ordnen Befunde ehrlich ein und begleiten Sie ganzheitlich.
Umweltmedizin · Hilfe für Tätowierte
Sachlich beraten. Vor und nach dem Tattoo.
Tätowierungen sind verbreitet, ihre Farben bleiben ein Leben lang im Körper. Prof. Schulte-Uebbing forscht und publiziert seit Jahren zu toxikologischen, endokrinologischen, immunologischen und gynäkologischen Aspekten von Tattoos. Wir beraten Sie vor oder nach dem Tätowieren und klären Hautreaktionen oder Fragen zu möglichen Folgen ab.

Wann Sie zu uns kommen
Sie planen ein Tattoo und möchten wissen, was Sie bei Allergien, Hauterkrankungen, Kinderwunsch oder Schwangerschaft bedenken sollten.
Juckreiz, Schwellung, Knötchen oder Rötung an einer Tätowierung – auch Jahre später oder bei Sonne.
Sie fragen sich, was in Tätowierfarben steckt und ob diese Stoffe den Körper belasten können.
Eine Ultraschall-, MRT- oder Vorsorgeuntersuchung steht an, oder ein Befund bei Ihnen als Tätowierte soll eingeordnet werden.
Unser Ansatz
Wir begegnen Tätowierten ohne Vorurteile und ohne Panikmache. Im Gespräch klären wir, welche Tattoos Sie haben, seit wann, mit welchen Farben und ob Beschwerden aufgetreten sind. Wir sehen uns betroffene Hautstellen an und untersuchen, wenn sinnvoll, nahe Lymphknoten mit Ultraschall. Laboruntersuchungen können ergänzen, etwa bei Verdacht auf eine Allergie. Dabei fließt die Forschung von Prof. Schulte-Uebbing zu Inhaltsstoffen, Immunsystem und Hormonen ein. Vieles ist wissenschaftlich noch offen; das sagen wir Ihnen ehrlich. Ziel ist, Ihre Fragen fundiert zu beantworten, Beschwerden einzuordnen und Sie bei Bedarf an die passende Fachrichtung, etwa die Dermatologie, weiterzuleiten.
Viele Fragen zu langfristigen Folgen von Tätowierfarben sind wissenschaftlich noch nicht geklärt; wir ordnen den Stand der Forschung sachlich ein, ohne zu verharmlosen oder zu dramatisieren.
Sorgfältig und persönlich
Wir besprechen Allergien, Hauterkrankungen, Medikamente, Kinderwunsch und Schwangerschaft und worauf Sie bei Studio und Farben achten können.
Wir sehen uns die Haut an, ordnen Rötungen, Knötchen oder Juckreiz ein und empfehlen bei Bedarf eine hautärztliche Mitbehandlung.
Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit von Tattoofarben klären wir Allergien ab. Mehr dazu auf der Seite Allergien & Unverträglichkeiten.
Farbpigmente können sich in Lymphknoten ablagern. Wir berücksichtigen das bei Ultraschall und Vorsorge und ordnen Befunde entsprechend ein.
Wir erklären, was über Pigmente, Metalle und andere Bestandteile von Tätowierfarben bekannt ist – und was noch offen ist.
Aus der Forschung
In mehr als vier Jahrzehnten sind über 400 wissenschaftliche Publikationen entstanden – zu Gynäkologie, Onkologie, Umweltmedizin, Hormonen, Immunologie und Naturheilkunde. Dieses Wissen fließt in die Sprechstunde Ihres Frauenarztes in München ein.
Basiswissen “Tattoos” für Klinik und Praxis, gyn (29) 2024, S.271-275
Tätowierungen und mögliche gynäkologische Folgeerkrankungen, JATROS Gynäkologie und Geburtshilfe 2/ 2024, S.6 ff.
Tätowierungen – mögliche gynäkologische Folgeerkrankungen, Menopause- Andropause- Kongress, Universitäts-Frauenklinik, Wien, 12/ 2023
Tattoos – Immunologische, endokrinologische und onkologische Aspekte, Onko- Tagung, München, 5 / 2023
Passt das zu mir?
Bei rasch zunehmender Rötung, Schwellung, Eiter oder Fieber nach einem frischen Tattoo brauchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe, außerhalb der Sprechzeiten über den Bereitschaftsdienst 116 117, bei Atemnot über den Notruf 112. Für die Behandlung von Hauterkrankungen ist eine hautärztliche Praxis zuständig.
In vier Schritten
Telefonisch unter 089 299655 oder online über Doctolib. Notieren Sie, wann Sie welche Tattoos haben stechen lassen.
Wir sprechen über Ihre Tattoos und Beschwerden und untersuchen die betroffenen Stellen, bei Bedarf mit Ultraschall.
Wir erklären, was bekannt ist und was nicht, und legen die nächsten Schritte fest, einschließlich der Kosten.
Bei Bedarf kontrollieren wir den Verlauf oder empfehlen eine fachärztliche Mitbehandlung, etwa in der Dermatologie.
Transparent von Anfang an
Gesetzlich und privat Versicherte sind bei uns willkommen. Die Abklärung von Beschwerden, etwa einer Hautreaktion, wird je nach Versicherungsstatus über Ihre Krankenkasse abgerechnet. Bei Krankheiten als Folge einer Tätowierung sieht das Gesetz allerdings vor, dass gesetzliche Kassen Versicherte an den Kosten beteiligen. Eine reine Beratung vor dem Tätowieren ohne Beschwerden ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Wir informieren Sie vorher, welche Kosten entstehen.
Das sagen unsere Patientinnen
„Kompetenter Arzt!“
„Absolut empfehlenswert! Sowohl der Prof. als auch die Mitarbeiter sind kompetent, nett und freundlich.“
„Ganz toller Arzt. Ich war mit meiner Frau dort um sie zu begleiten, weil sie so furchtbar Angst hatte. Sie selbst sagt auch. Er ist sehr einfühlsam und gibt einem ein super Gefühl dort sehr, sehr gut aufgehoben zu sein. Das Team ist super lieb und …“
Fachwissen, verständlich erklärt
Die Hintergründe ausführlich – zum Aufklappen.
Tätowierfarben bestehen aus Farbpigmenten, Lösungs- und Bindemitteln und weiteren Zusätzen. Viele bunte Farben enthalten organische Pigmente, schwarze Farbe besteht meist aus Ruß. Weiße Farbe enthält häufig Titandioxid. Manche Farben enthalten Spuren von Metallen wie Nickel oder Chrom, die Kontaktallergien auslösen können. Seit 2022 gelten in der Europäischen Union strengere Regeln für Inhaltsstoffe von Tätowierfarben. Trotzdem ist über die langfristige Wirkung vieler Stoffe im Körper wenig bekannt. Bei Sonnenlicht oder einer Laserbehandlung können Pigmente in andere Verbindungen zerfallen. Welche Folgen das hat, wird erforscht.
Nur ein Teil der Farbe bleibt in der Haut. Ein anderer Teil wird vom Immunsystem abtransportiert und lagert sich in nahe gelegenen Lymphknoten ab. Das ist meist harmlos, kann aber bei Untersuchungen eine Rolle spielen. Pigmenthaltige Lymphknoten können im Ultraschall, in der Mammographie oder bei Operationen auffällig erscheinen und müssen von anderen Veränderungen unterschieden werden. Bei Frauen betrifft das zum Beispiel Lymphknoten in Achsel oder Leiste – wichtig bei der Brustkrebs-Vorsorge und -Nachsorge oder bei Operationen im Becken. Sagen Sie Ihren Ärztinnen und Ärzten deshalb, dass Sie tätowiert sind.
Nach dem Stechen ist die Haut eine frische Wunde. Rötung und leichte Schwellung sind in den ersten Tagen normal. Später können allergische Reaktionen auftreten, besonders bei roten Farben, manchmal erst nach Jahren. Typisch sind Juckreiz, erhabene Stellen oder Knötchen, die sich auf eine Farbe beschränken. Manche Reaktionen verstärken sich durch Sonne. Auch Entzündungen, Infektionen oder Knötchen durch Fremdkörperreaktionen kommen vor. Viele dieser Veränderungen lassen sich behandeln, gehören aber in ärztliche Hände. Wir sehen uns die Stelle an, klären mögliche Allergien ab und empfehlen bei Bedarf eine hautärztliche Mitbehandlung.
Prof. Schulte-Uebbing befasst sich seit Jahren mit der Frage, ob Bestandteile von Tätowierfarben das Immun- oder Hormonsystem beeinflussen können. Einige Stoffe, etwa bestimmte Metalle, werden als mögliche endokrine Disruptoren diskutiert. Ob daraus gesundheitliche Folgen entstehen, ist bisher nicht geklärt. Zu dem Thema hat er unter anderem vorgetragen und veröffentlicht: „Toxikologie und Immunologie von Tattoos“ (Ärztekongress Med. Woche Baden Baden, 2021), „Tätowierungen: Umweltmedizinische, endokrinologische und immunologische Aspekte“ (DEGUZ-Kongress, Leipzig, 2021) und „Tattoos – Immunologische, endokrinologische und onkologische Aspekte“ (Onko-Tagung, München, 2023). Diese Arbeiten verstehen wir als Beitrag zu offenen Fragen, nicht als Warnung vor jedem Tattoo.
In der Frauenheilkunde stellen sich bei Tätowierten eigene Fragen. Prof. Schulte-Uebbing hat sie gemeinsam mit Co-Autorinnen und Co-Autoren in mehreren Fachartikeln aufgegriffen, etwa „Was GynäkologInnen über Tätowierungen wissen sollten“ (Gyn, 2020) und „Tätowierungen und mögliche gynäkologische Folgeerkrankungen“ (JATROS Gynäkologie und Geburtshilfe, 2024). Dabei geht es um mögliche Folgen von Tätowierungen für die Frauengesundheit und um das, was Frauenärztinnen und Frauenärzte bei Untersuchungen beachten sollten. In Schwangerschaft und Stillzeit raten Fachleute in der Regel von neuen Tattoos ab. Gründe sind das Infektionsrisiko und die offene Frage, wie Inhaltsstoffe auf das Kind wirken.
Gute Fragen. Klare Antworten.
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an – wir nehmen uns Zeit.
Fachleute raten in Schwangerschaft und Stillzeit in der Regel davon ab. Gründe sind das Infektionsrisiko und die offene Frage, ob Inhaltsstoffe das Kind erreichen. Auch eine Tattoo-Entfernung sollte in dieser Zeit warten. Bereits vorhandene Tattoos sind kein Grund zur Sorge. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an.
Eine Periduralanästhesie (PDA), die rückenmarksnahe Betäubung unter der Geburt, ist auch bei Tätowierten in der Regel möglich. Die Narkoseärztin oder der Narkosearzt wählt meist eine Einstichstelle in nicht tätowierter Haut. Sprechen Sie das Thema schon bei der Anmeldung in der Geburtsklinik an.
In aller Regel ja. Selten kommt es im Bereich von Tätowierungen zu Wärmegefühl, Brennen oder Schwellung, vor allem bei großen, dunklen Tattoos. Informieren Sie das Personal vor der Untersuchung über Ihre Tätowierungen. Melden Sie sich sofort, wenn Sie während der Untersuchung etwas Ungewöhnliches spüren.
Beobachten Sie, ob die Reaktion auf eine Farbe beschränkt ist, ob sie mit Sonne zusammenhängt und ob sie zunimmt. Fotografieren Sie die Stelle. Bei leichten Beschwerden vereinbaren Sie einen Termin zur Abklärung. Bei rasch zunehmender Rötung, Eiter, Fieber oder Atemnot brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe: Bereitschaftsdienst 116 117 oder Notruf 112.
Tattoos verhindern keine Vorsorge. Farbpigmente können sich aber in Lymphknoten der Achsel ablagern und dort im Ultraschall oder in der Mammographie auffallen. Sagen Sie deshalb bei jeder Untersuchung, dass Sie tätowiert sind. So lassen sich Befunde besser einordnen und unnötige Sorgen vermeiden.
Wählen Sie ein Studio mit sauberer Arbeitsweise und fragen Sie nach den verwendeten Farben. Bei bekannten Allergien, Hauterkrankungen, Blutgerinnungsstörungen oder geschwächter Abwehr sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Lassen Sie nicht über Muttermale tätowieren, damit diese beobachtet werden können. Schützen Sie die frische Tätowierung vor Sonne.
Bei der Laserentfernung werden Farbpigmente zerkleinert und vom Körper abtransportiert. Meist sind mehrere Sitzungen nötig; Narben, Pigmentveränderungen und Schmerzen sind möglich. Welche Spaltprodukte dabei entstehen, wird noch erforscht. In Deutschland dürfen Tätowierungen seit Ende 2020 nur Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Qualifikation per Laser entfernen. Lassen Sie sich vorher ärztlich beraten.
Die Abklärung von Beschwerden wird je nach Versicherungsstatus über Ihre Krankenkasse abgerechnet. Bei Krankheiten als Folge einer Tätowierung sieht das Gesetz vor, dass gesetzliche Kassen Versicherte an den Kosten beteiligen. Eine reine Beratung ohne Beschwerden ist meist eine Selbstzahlerleistung. Wir informieren Sie vorher, welche Kosten entstehen.
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